Leider wahr

8. April 2017 at 13:29

Ortsschild Köln mit Zusatz "autogerechte Stadt"

Klebrige Kunst in Düsseldorf

17. September 2016 at 10:53

Streetart in Form von Stickern und Paste-ups gibt’s vom 30.09. bis 23.10. im Brause – Vereinsheim des Metzgerei Schnitzel e.V. in Düsseldorf-Bilk zu sehen. Die beteiligten Street Artists stammen größtenteils aus NRW. Es sind ARTI, AVIER, BEAVER, BLINDON, das F, DR. FUCHS, ERWIN, EINS A CE, FUZCO, FRANK BRENNER, HERO, JOINY, KALLE, KRAVEN THE HUNTER, LENI ART, LIMEY, L.E.T., MATU, MEOW, METRAEDA, META, MR. MASER, ONI, PDOT, POZT, PLANET SELFIE, PQUS, SEI LEISE, SPÄM, SLAGE, SMILE, TRIEB, TUK, WICKED WALDI, XXXHIBITION u.v.m.

Sticker von Pdot in Köln-MülmeimDas Foto habe ich in Köln-Mülheim aufgenommen. Es zeigt mehrere Sticker des Düsseldorfers Pdot.

Wo Architektur Fragen aufwirft

27. Juli 2016 at 19:16

Mosaik von Invader in der Kölner Innenstadt

In meiner Stadt wirft die Architektur oft Fragen auf: Fragen wie „Muss das so?“, „Soll das so?“, „Darf das?“ oder einfach „Warum?!“.

Streetart von Invader, Mr. Smile, Pdot und Joiny in KölnDa ist es doch schön, wenn Streetart den fragwürdig zusammengeschusterten Bauten und Bauensembles zumindest auf einigen Quadratzentimetern etwas Fröhlichkeit entgegensetzt, wie hier der Invader an der Alten Wallgasse in der Innenstadt.

Tritt man ein paar Schritte zurück, sieht man, dass noch mehr Helden die Szenerie bevölkern: Joiny, Pdot und Mr. Smile sind als Sticker vertreten.

Eine lange Ausführung über Invader in Köln gibt es in meinem Blog-Beitrag vom 28.01.2016 nachzulesen.

Joiny: Streetart op Kölsch

17. Juli 2016 at 21:05

Großes Paste-up von Joiny mit Blick auf den Kölner Dom 2015.

Handgefertigte Sticker von Joiny und OlfLupin im Jahr 2013.Joiny, das kleine Mädchen mit der großen Tüte, taucht seit 2013 auf den Kölner Straßen auf. Damals war sie noch nicht ausgewachsen und sah etwas ungelenk gezeichnet aus (siehe kleines Foto; rechts ein Sticker von Olf Lupin). Von Anfang an kommentierte sie ihre Umgebung mit frechen Sprüchen. Auf meinem alten Foto sprach sie Artikel 4 des Rheinischen Grundgesetztes, „Wat fott es, es fott“ noch Hochdeutsch aus.

Aus der kleinen Joiny mit dem zu großen Kopf ist eine hoch gewachsene junge Dame geworden, die nach wie vor für jede Situation und jede Wand, auf der sie klebt, den passenden Spruch parat hat. Auf Kölsch. Ich habe ein paar schöne Beispiele aus der jüngsten Zeit zusammengestellt, denn Joiny ist in diesem Sommer ganz besonders aktiv.
Mehrere Beispiele für Paste-ups von "Joiny" in Köln 2016.

Bilderleiste 1 (von links nach rechts):
„Dat bliev unger uns!“, Cäcilienstraße.
„Steht he un sät nix!“, Museum für verwandte Kunst.
„Dat weed ne schöne Tag!“(links) und Sticker (rechts).
„Wat en superjeile Zick!“, Holweider Straße.

Mehrere Beispiele für Paste-ups von "Joiny" in Köln 2016.
Bilderleiste 2 (von links nach rechts):
„Mäht nix!“ (unter einem Sticker von Make8: „Ick hab nix gemacht“).
„Schwad nit! Dat jeiht“, Museum für verwandte Kunst.
Kleines Joiny-Ensemble an einem Weinladen.
„Drink doch ene met“, Kneipe „Zum goldenen Schuss“ (links neben Paste-up von SeiLeise).

Joiny gibt es in verschiedenen Größen, sie wird normalerweise als Paste-up oder Sticker geklebt. Das bislang größte ist sage und schreibe 4 Meter hoch. Selten wird sie vom Künstler, der anonym bleiben möchte, direkt auf die Wand gemalt. Ein Foto findet sich in meinem Blog-Beitrag vom 10. April.
Mehrere Beispiele für Paste-ups und Stickern von "Joiny" in Köln.
Bilderleiste 3 (von links nach rechts):
Joiny wünschte an Silvester einen guten Rutsch (daneben Sticker von Planet Selfie).
Sarkastischer Kommentar von Joiny zu einem traurigen Paste-up von Louva must die.
Sticker „Echt Kölsch Joiny“.
Eine Joiny im Manga-Outfit (links daneben ein Paste-up von Tuk) in der Heliosstraße. Jemand hat ihr nachträglich noch ein kleines Krönchen verpasst.

Im Stadtbild ist Joiny derzeit unglaublich präsent, was nicht nur an den bunten Paste-ups (ja, Joiny liebt wild gemusterte Kleider) liegt. Die Figur ist vor allem mit Hunderten von Stickern (Klebies) nahezu überall vertreten. Es gibt in den zentralen Stadtteilen kaum einen Briefkasten, Laternenpfahl oder Stromkasten, auf dem nicht ihr Konterfei zu sehen ist, oft verbunden mit der Botschaft „Liebe“.

Paste-ups von Joiny, JaDa und Knopfi in Köln.Joiny hat zwei ungleiche Verwandte, die ebenfalls die Stadt bevölkern: Knopfi und JaDa!. Während Knopfi mit knopflastigen Allgemeinweisheiten daher kommt („Der Knopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.“ oder „Gleich rollen hier die Knöpfe!“), sind die Aussagen von JaDa! etwas schlichter gestrickt. Dafür kann seine Form verschiedenste Figuren der gezeichneten Popkultur annehmen. Das kleine Foto links hat Seltenheitswert, denn es zeigt die drei Verwandten selten vereint auf einem Postkasten in Deutz.

Joiny parliert übrigens nicht nur auf Kölsch. In anderen Städten, in denen sie ebenfalls gerne auftaucht, nimmt sie den jeweiligen Dialekt an. Ihre Homebase ist und bleibt aber das Rheinland. Auf ihrer facebook-Seite kann man Joinys Aktivitäten verfolgen.

Alles klar, oder?

4. März 2016 at 12:31

Schild mit chaotischer Beschriftung an einem Kiosk in KölnGesehen an einem Kiosk auf der Luxemburger Straße.

Geheimnisvolle Tür

19. Dezember 2015 at 15:47

Mit Tags und Stickern versehene Fassade mit Tür an der Maastrichter Straße, Köln, von 2010 bis 2013.

20 Jahre lang verbarg sich hinter dieser Türe im Belgischen Viertel, im Keller eines Wohnhauses, der Musikclub Stecken. Der stand für ranzigen Charme, guten Jazz und Funk. Das wussten nur Eingeweihte, denn ein Schild oder einen Hinweis gab es am ganzen Haus nicht. Proppevoll war es an Wochenenden trotzdem immer.

Mich scheint die über und über mit Tags und Stickern versehene Fassade über einen langen Zeitraum sehr fasziniert zu haben. Denn ich habe sie immer wieder fotografiert. Hier wurden die Schmierereien zum Gesamtkunstwerk.

Das Stecken ist Geschichte. Wie schon so viele andere Kölner Clubs vor ihm wurde er Opfer der Gentrifizierung. Inzwischen wurde das Haus luxussaniert.