Altes geht, Neues kommt

18. Januar 2016 at 16:58

Nicht immer verschwinden Wandgemälde auf einen Schlag (siehe Blog-Beitrag vom 23.12.2015). Manchmal gehen sie ganz sukzessive, indem sie nach und nach und meist von unten nach oben von neuen Graffiti überdeckt werden.
Teilweise mit Graffiti übermalte Wandgemälde auf den Spielplätzen Annostraße und MüTZe in Köln
Bilder: Häuschen auf dem Spielplatz zwischen Buschgasse und Annostraße in der Südstadt (links und kleines Foto unten), Wände auf dem Spielplatz am Bürgerhaus MüTZe in Mülheim (Mitte und rechts).

Teilweise mit Graffiti übermaltes altes Wandgemälde am Spielplatz Annostraße in Köln

Kleine Perle

15. Dezember 2015 at 18:28

Stencil Alte Druckerei Loewengasse

An der Löwengasse in der Südstadt rottet seit Jahren das Gebäude einer ehemaligen Buchdruckerei vor sich hin. Es ist schon lange dem Vandalismus preisgegeben. Zwischen den unvermeidlichen großflächigen Graffiti entdeckte ich eben diese kleine in Stencil-Technik hergestellte Perle an der Wand. Urheber unbekannt.

Alte Buchdruckerei Loewengasse

Ein bisschen Off Topic

13. Dezember 2015 at 10:15

Großflächig aufgesprühtes Werk von Katharina Grosse in der U-Bahn-Station Chlodwigplatz © R. Arentz 2015

Seit heute fährt sie, die Linie 17 der neuen Nord-Süd-Bahn. Genau genommen befährt sie nur ein Teilstück. Nach 11- bis 14-jähriger Bauzeit, explodierten Kosten und zahlreichen Skandalen. Die Einsturzstelle des Stadtarchivs, wo die Stadt ihr Gedächtnis, Menschen ihr Leben und andere ihre Wohnungen verloren, nach wie vor ein riesiges klaffendes Loch, wird dabei nicht umschifft. Eine Station vorher ist vorläufiges Ende der Linie 17.

Die vier neuen U-Bahn-Haltestellen haben sich die Kölner Verkehrsbetriebe KVB einiges kosten lassen. Viel Beton, viel Edelstahl, viel Glas, großzügig im Platzverbrauch. Noch sehen sie alle aus wie geleckt. Da soll die riesige, via Kompressor-betriebener Spritzpistole bunt besprayte Fläche an der Station Chlodwigplatz, geschaffen von Katharina Grosse, sicher einen Kontrastpunkt setzen, natürlich auch Aufmerksamkeit auf sich ziehen und sagen: „Hey, wir können nicht nur grauen Beton.“ Beeindruckend, vor allem groß ist das Werk allemal; das kann mein Foto natürlich nicht wiedergeben.

Katharina Grosse, international bekannte und anerkannte Künstlerin mit Werken im öffentlichen Raum von New York über Toronto bis zur Riesen-„Scherbe“ am Bonner Kunstmuseum, mit Einzel-Ausstellungen auf der ganzen Welt und Arbeiten in internationalen Sammlungen vertreten, ist im „Nebenberuf“ Professorin für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Will sagen: Das war nicht billig und immerhin Ergebnis einer großen Ausschreibung.

Davon abgesehen, dass mir das Werk gefällt, finde ich es völlig legitim, die Entscheidung für gerade dieses Werk und diese Künstlerin mal zu hinterfragen, wie es der Kommentar auf Meine Südstadt tut. Sehr lesenswert!

Schönschreiben mit Stohead

11. Dezember 2015 at 21:09

Kalligrafisch gestaltete Gebäudefassade von Stohead

2013 war dieses Gebäude in der Marienstraße 73 Festivalzentrale und Ausstellungshalle des CityLeaks-Festivals, das unter dem Titel “I’m Still Here – Being Public Indoors” stand. In diesem Rahmen bemalte der Berliner Künstler Stohead (Christoph Häßler) die Fassade des alten Industriebaus mit künstlerisch gestalteter Schrift: „Everybody“ steht zigfach wiederholt auf der Wand. Stohead sagt: „Schrift kann ein ästhetisches Meisterwerk sein, wenn sie zur Kalligrafie wird.“

Die Bemalung ist noch existent.

Heinzelmänner

10. Dezember 2015 at 17:10

Verschiedene Graffiti "Heinzelmännchen von Köln" auf der Aachener Straße

Die Kölner Heinzelmännchen sind zurück. Oder was möchten mir diese Zipfelmützen auf verschiedenen Tor-Einfahrten an der Aachener Straße (Innenstadt) sagen?!