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3. April 2016 at 13:48

Was Katzenmotive in der Streetart angeht, hat Köln noch echten Nachholbedarf. In anderen Städten gibt es zauberhafte Beispiele mit Samtpfoten in verschiedensten Techniken.
Wandgemälde mit Katze in der Piusstraße
Umso mehr freut mich dieses Beipiel, das ich gestern in der Piusstraße auf einer Hauswand entdeckte. Auch wenn das Tier unglücklich scheint, es fordert zum „viva la vida!“ auf, also dazu, das Leben zu feiern. Ob sich der Maler oder die Malerin hier auf den Song von Coldplay bezieht oder doch eher auf die Künstlerin Frida Kahlo (die wiederum von Coldplay zitiert wurde), ist nicht bekannt. Frida Kahlo jedenfalls porträtierte sich selbst gern zusammen mit Tieren. Ihr letztes Gemäle zeigt dagegen Wassermelonen, ein in ihrer Heimat Mexiko verbreitetes wie symbolisches Motiv. Acht Tage vor ihrem Tod 1954 schrieb sie noch „viva la vida“ darauf.

Frida Kahlo selbst ist übrigens ein weit verbreitetes Motiv in der Streetart, besonders im Muralismo Südamerikas.

Mit der weinenden Katze aus der Piusstraße wurde, wie man gut erkennen kann, ein zerstörtes Paste-up übermalt. Interessant ist, dass hier kein Sprayer am Werk war, sondern augenscheinlich mit Pinsel und Farbe gearbeitet wurde.

Stencil auf einem Garagentor in Köln: Katze und MopsWeniger interpretationswürdig, aber dennoch zeigenswert ist dieses per Stencil-Technik bemalte Garagentor in der Aquinostraße. Die Rassekatze und der Mops scheinen sich allerdings nicht sehr viel zu sagen zu haben …

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