Tanz in den Mai, Baby!

30. April 2016 at 12:17

Stencil "Tanz Baby" am Sudermanplatz

Großes Foto: Stencil am Sudermanplatz.

Großes Paste-up von Joiny: "Loss m'r danze" in EhrenfeldKleines Bild: Großes (altes) Paste-up von Joiny mit der Aufforderung „Loss m’r danze“. Daneben ein kleineres Paste-up von Toiz. Beide haben sich jetzt schon über mehrere Jahre an wettergeschützter Stelle in Ehrenfeld erhalten.

Hall of Fame

26. April 2016 at 13:22

Graffiti "Hall of Fame" auf dem Kölner Heliosgelände

Heliosgelände, Köln-Ehrenfeld. Bald werden auch die letzten Mauern den Baggern weichen müssen, auch wenn es seit Jahren Gerangel gibt über die Neubebauung. Bis dahin wird weiter an der „Hall of Fame“ gesprayt.

Von der Straße in die Shopping-Mall

13. April 2016 at 13:21

Vom 14. bis 23. April und anschließend vom 28. April bis 7. Mai finden so genannte Street Art Festivals in den Shopping Malls in Leverkusen (RathausGalerie) und Köln-Weiden (RheinCenter) statt. Da springen, wie es für mich aussieht, findige Marketer („lass uns mal was mit Streetart machen“) zusammen mit dem Center-Management ganz im Dienste der Kundenwerbung auf einen schwer angesagten Zug auf.

10 Tage lang werden Workshops von der 3-D-Bodenmalerei bis zum Urban Knitting angeboten und es findet ein Streetart Contest statt. Das alles richtet sich an Hobby- und Nachwuchskünstler und da sämtliche Aktionen kostenfrei angeboten werden, seien sie an dieser Stelle erwähnt. Begleitet werden die Aktionen von Auftritten mehrerer Singer/Songwriter.

Frisch geputzt

12. April 2016 at 19:46

Drei Beispiele von vielen Reverse Graffiti von "Sei leise", die man auf den Mauern an der Carlswerkstraße Köln-Mülheim finden kann.

Auf den Wänden der Carlswerkstraße, die das Köln-Mülheimer Schanzenviertel nach Osten hin begrenzen, finden sich neben allerhand Paste-ups verschiedener Künstler besonders viele Reverse Graffiti von Sei Leise. Manche sind schon lange dort, einige sind kürzlich neu hinzu gekommen. Den Leuten in den vielen vorbei fahrenden Autos fallen sie vermutlich gar nicht auf. Man muss schon sehr genau hinsehen, um die filigran gereinigten Stellen auf den verschmutzten Mauern zu erkennen.

Im Foto zeige ich drei der Motive. Besonders das rechte setzt sich auf ironische Weise mit dem bröckelnden Untergrund entlang der alten Industriebauten auseinander.

Zum Begriff „Reverse Graffiti“ siehe Unterseite „Terminologie“ und hier noch mal ein youbube-Video.

Alle Vögel sind schon da

10. April 2016 at 22:15

Wuffelpuffel-Graffiti in Köln

„Wuffelpuffelz“ heißen die fluffig-flauschigen Kerlchen, die in den letzten Tagen in Köln-Mülheim auftauchten. Grund ist die Straßengold-Ausstellung, zu der auch Graffiti-Künstler Mista Sed (Mr. Sed) alias Robert Kempe aus Augsburg kam. Im Biergarten des Kulturbunkers entstand der orange Wuffelpuffel, im Park der MüZe ziert nun ein mehrere Meter(!) hoher lilafarbener Geselle die Wand. Links daneben im Bild sieht man übrigens – auch ganz neu – eine kölsche Joiny, die wie immer „joot drupp“ ist. Joiny, die einen sehr hohen Verbreitungsgrad in Köln hat, ist sonst ausschließlich als Paste-up und Sticker zu sehen.

Originale Wuffelpuffelz auf Leinwand gibt’s noch bis zum 17.4. in der Straßengold-Ausstellung zu erwerben.

Wie so ein Wollmonster auf der Wand entsteht, zeigt ein kurzes youtube-Video.

Neue Ware

9. April 2016 at 17:20

Zwei Paste-ups in Köln von Street Artist Mariestyle

Mindestens zwei neue große Paste-up-Motive von Birte Marie Kube (Mariestyle) gibt es aktuell in der Stadt zu bewundern: „Take me to Tagomago“ auf dem Friesenwall und „Take me to Jumeirah“ an der Mülheimer Brücke. Also Augen auf!

Mehr zur Künstlerin: siehe Blog-Eintrag vom 21.12.2015

Das Gold liegt auf der Straße

8. April 2016 at 11:47

Coole Kids: 2 Paste-ups von Marshal Arts in Köln-MülheimKulturbunker Mülheim, Mittwoch am späten Nachmittag: Außen sind schon einige neue Paste-ups zu bewundern, frisch angebracht (Bild oben), innen ist „Straßengold“ Initiator Tim Ossege mit einigen Helfern fleißig beim Aufbau der Ausstellung, die am Samstag offiziell öffnet und Werke von 27 Street Artists präsentieren wird, die nach und nach eingetroffen sind. Auf dem Boden liegen noch gestapelte Paste-ups und Kleinwerke, die im Stadtraum oder hier in der Ausstellung angebracht werden sollen. Manche Bilder kamen per Post, viele werden von den Künstlern aus ganz Deutschland selbst vorbei gebracht, die dann gleich die Gelegenheit nutzen, an den Kölner Streetart-Hotspots in Mülheim, Ehrenfeld oder im Belgischen Viertel noch ein paar neue Sticker oder Paste-ups zu kleben.

Tim Ossege, Macher der "Straßengold"-Ausstellung in Köln-MüllheimTim Ossege ist selbst Street Artist. Als „Sei leise“ verschönert er seit Jahren das Stadtbild nicht nur von Köln mit Reverse Graffiti und Paste-ups. Er kennt die Szene, die gut vernetzt ist und sich rege austauscht und kann daher einige der umtriebigsten Künstler der Kunstform „Streetart“ präsentieren. Neben Sei leise selbst sind 1zwo3, fox, Joiny, pdot, Mista Sed, Sergei Kravinoff the Hunter, KSA, Señor Schnu, Tuk, ROLFI, Dr. Fuchs, Leo Leander, Robithedog, Eins A CE, HNRX, Mein Lieber Prost, Smile, lazy65, xxxhibition, TAR CGN, Lapiz, Mariestyle Art, Heroart, Planet Selfie, Marshal Arts und Rude angekündigt.

Streetart in einer Ausstellung? Es gibt bereits Galerien, die sich darauf spezialisiert haben. Und schon ist vom Bau der ersten beiden Museen für Streetart zu lesen. Da schütteln nicht nur viele Künstler den Kopf. Irgendwer hat da irgendwas nicht verstanden: Streetart ist vergänglich, muss es geradezu sein, denn das ist Teil ihres Charakters. Wie der Name schon sagt, findet sie normalerweise draußen statt, wo sie Wind und Wetter so lange trotzt, bis sie sich auf- und abgelöst hat, entfernt oder überklebt und überpinselt wird. Ein Museum, das diese Kunstform „konservieren“ möchte, ist da regelrecht widersinnig, folgt aber natürlich dem großen Hype, der um die Streetart seit einiger Zeit gemacht wird, so dass sie schon längst Eingang in die stets dem neuesten „heißen Scheiß“ nachlaufende Werbeindustrie gefunden hat.
Ausstellung "Straßengold" im Kulturbunker Mülheim - Innenraum
Da Künstler auch leben müssen und sie daher gezielt Werke auf Papier, Holz, Leinwand und sogar Betonplatte anfertigen, die den Weg über Galerien an die heimischen Wände von Sammlern oder Liebhabern finden, finde ich absolut legitim. Die Ausstellung „Straßengold“ geht aber noch mal einen anderen Weg: Zum einen bleibt die Verbindung zur Straße bestehen, da gleichzeitig im Kulturbunker und auf den Wänden der Stadt neue Werke der beteiligten Artists zu finden sind. Neue Paste-ups draußen werden mit einem QR-Code versehen, so dass interessierte Passanten endlich die Möglichkeit haben, etwas über die Urheber zu erfahren. Zum anderen sind die Werke in einer google map verzeichnet. Sie soll Interessierte zu einer Art „Schnitzeljagd“ auf Streetart verführen und den Betrachter diese Kunstform in ihrer „natürlichen Umgebung“, der Straße, erleben lassen. Dabei ist das Wiedererkennen von bestimmten Stilen, Künstlern und Streetart-Formen, die man zuvor in der Ausstellung gesehen hat, durchaus gewünscht.

Samstag, 9.4.: Vernissage ab 19.00 Uhr im Kulturbunker
10.4.-17.4.: Ausstellung im Kulturbunker
Es ist täglich (bis auf den 16.4.) zwischen 15.00 Uhr und 21.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Am 16.4.2016 gelten zur Mülheimer Nacht gesonderte Öffnungszeiten und Konditionen.
17.4.: Finissage ab 17.00 Uhr mit Streetart-Versteigerung zu Gunsten der Refugees Foundation e.V.

Großes Foto oben: Neue Paste-ups am Kulturbunker von Marshal Arts (Hamburg).
Großes Foto Mitte: Ein Blick in die Ausstellung zeigt die künstlerische und technische Qualität der Ausstellenden wie hier z.B. von Mista Sed. Die zusammengekehrten Dollarnoten in der Ecke wie auch aufgehäufte Fake-Goldbarren sollen deutlich machen, dass es in der Streetart eben nicht um’s Geld geht. Die Werke auf der Straße verschenken sich quasi an den Betrachter, ohne dass er sie besitzen kann. Es ist „Straßengold“.
Kleines Foto: Tim Ossege, besser bekannt als „Sei leise“, vor seinen auf Holz aufgebrachten Werken in der Ausstellung.

Begehrte Kunst

6. April 2016 at 19:39

Maschinen-Biene von Street Artist Eins A CE in Köln-MülheimEine tolle Veranstaltung, die Straßengold-Ausstellung im Kulturbunker Mülheim, wirft nicht nur ihre Schatten, sondern auch bunte Bilder voraus: Einige der teilnehmenden Künstler, die aus ganz Deutschland und der Schweiz kommen, sind schon angereist und waren bereits in der Stadt unterwegs, um neue Werke auf den Straßen zu hinterlassen. Zum Beispiel Eins A CE aus Dortmund. Der zeigte gestern früh auf seinem facebook-Profil einige seiner tollen dreidimensional gearbeiteten Kreaturen, die er frisch in Köln angebracht hat. Zwei der Stand- oder vielmehr Klebeorte konnte ich anhand der Bilder gleich identifizieren. Aber welche Enttäuschung: Als ich am Abend zum Friesenwall radelte, um dort die Kreatur halb Frosch, halb Maschine zu besichtigen, da war sie bereits verschwunden. Gestohlen. Nur die Reste des Spezialklebers, der den Frosch an der Wand gehalten hatte, waren noch zu sehen. Das sehr auffällige und toll gearbeitete Werk war scheinbar heiß begehrt bei den Freunden der Streetart.

Da ich heute in Müllheim unterwegs war, nutzte ich die Gelegenheit, nach einem der weiteren Werke von Eins A CE zu schauen. Und tatsächlich, es ist noch da: Die Maschinen-Biene mit USB-Anschluss summte wohl behalten unter der Mülheimer Brücke. Es ist ihr zu wünschen, dass sie noch eine Weile bleiben darf.

Am Samstag startet die Indoor-Ausstellung im Kulturbunker, die dann bis zum 17.4. zu sehen ist. Der Eintritt ist bis auf den 16.4. (Veranstaltung „Mülheimer Nacht„) immer frei. In Kürze berichte ich ein wenig mehr dazu, denn Straßengold-Macher Tim Ossege war heute so freundlich, durch den Aufbau der Ausstellung zu führen.

Briefkastenfirmen: Ein alter Hut

6. April 2016 at 15:02

Fotos von Briefkasten-Anhäufungen in Köln-Ehrenfeld, Köln-Südstadt und Leipzig-PlagwitzBriefkastenfirmen? Pshaw! Ein alter Hut. Meine Beweisfotos aus Köln-Ehrenfeld, Leipzig-Plagwitz und der Kölner Südstadt.

Sie liebt den DJ

4. April 2016 at 10:08

Besprayte Tür in der Kölner Roonstraße: Love DJVollklischee in der Roonstraße.