Streetart mit Aussage

17. Februar 2016 at 18:45

Paste-up von "Louva must die": Beauty has no standardsLouva must die“ nennt sich die Anfang 30-jährige, die seit acht Jahren Streetart macht. Weil es ihr einfach ein Bedürfnis, eine Leidenschaft ist, wie sie mir erzählt. Und sie möchte sich abgrenzen von denen, die auf den Streetart-Zug aufspringen, weil es gerade hip ist. Louva möchte etwas aussagen mit ihren Werken, das wird schnell deutlich. Es geht ihr nicht um schöne bunte Bilder.

Unter der Zufahrt zur Brücke in Köln-Mülheim findet man besonders viele kleine Werke von Louva. Sie wurden im Rahmen des Straßengold-Projekts im CityLeaks-Festival 2015 geklebt. Zuerst aufgefallen ist mir Louva aber mit dem recht großen Paste-up „Beauty has no standards“, das zu einer ganzen Porträt-Serie mit Männern und Frauen verschiedenster Ethnie gehört. Das Porträt der First-Nations-Frau findet man im Mülheimer Schanzenviertel.

Die in Nordhessen beheimatete Louva hinterlässt hauptsächlich Stencils. Ihr Vorbild ist – wie für viele Street Artists – Banksy. In einem umfangreichen Interview mit face2face erklärt sie u.a. ihre Sicht auf (illegale) Graffiti und Streetart, als „die letzten halbwegs subversiven Bastionen der Kunst“.

Drei kleine aufgeklebte Werke der Street Artistin "Louva must die" in Köln