Sei Leise: Der Saubermann

26. Dezember 2015 at 20:38

Reverse Graffiti von seiLeise in Köln-Mülheim

Die geschwungene Signatur von „Sei Leise“ ist eine der häufigsten, die man in Köln unter Streetart-Werken findet. Dabei ist Tim Ossege, der 1984 geborene Grafik-Künstler, der sich dahinter verbirgt*, nicht nur einer der besonders produktiven, sondern auch der vermutlich vielfältigste. Von „Sei Leise“ kennt man Stencils, Paste-ups in Schwarz-Weiß (und ganz frisch auch in Farbe, wie zum Beispiel an den rechtsrheinischen Pfeilern der Mülheimer Brücke) sowie Reverse Graffiti.

Die Technik des „Reverse Graffiti“, des Kunst-Putzens, habe ich auf der Terminologie-Unterseite beschrieben. Ein gutes Video, das Tim Ossege bei der Arbeit zeigt, kann man sich auf youtube ansehen.

Besonders zu schätzen weiß ich, dass Tim Ossege seine über die Stadt verteilten Werke akribisch genau in einer google map verzeichnet. Das macht das Auffinden leicht. Bemooste und verdreckte Wände gibt es bekanntlich genug, da ist noch viel Potenzial für weiteres Reverse Graffiti … Die in diesem Beitrag gezeigten Beispiele habe ich in Köln-Mülheim (Auenweg) und im Rheinauhafen fotografiert.

Reverse Graffiti von seiLeise im Rheinauhafen, Köln

*Street Artists arbeiten und signieren meist unter Pseudonymen und Kürzeln, vor allem weil der Grad zwischen legalen und illegalen Aktionen schmal ist. Ich würde in diesem Blog keine Identität preisgeben, die der Künstler geheim halten möchte.